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NOA-ASIC mit mehr als 6 MOPS Performance und 64 MB SDRAM jetzt ohne Aufpreis in skalierbarem PCI-Visionprozessor
15. Juni 1998, Montreal, Kanada - Die Matrox Imaging Products Group kündigt für den preisgekrönten, skalierbaren PCI-Visionprozessor Matrox Genesis zusätzliche Rechenleistung als Standardfunktion ohne Aufpreis für den Kunden an.
Durch Vereinheitlichung der Konfigurationen auf Matrox Genesis-Boards mit voll bestückten Verarbeitungsknoten bietet Matrox mehr Leistung zum gleichen Preis. Jeder Verarbeitungsknoten auf einem Matrox Genesis-Mainboard oder Prozessor-Board beinhaltet dann zusätzlich zum TMS320C80 DSP von Texas Instruments und zum Matrox Videoschnittstellen-ASIC (VIA) den ASIC-Baustein Matrox Neighborhood Operations Accelerator (NOA) und 64 MB SDRAM lokalen Speicher.
Während der zusätzliche lokale Speicher pro Knoten allen Anwendungen zugute kommt, ist Matrox NOA in erster Linie für Anwendungen wichtig, bei denen Neighborhood-Operationen in Echtzeit verarbeitet werden. Matrox NOA beschleunigt vor allem die Verarbeitung von Faltungsoperationen, Graustufen-Morphologie, Binärmorphologie (zur besseren Bildvisualisierung und/oder Vorverarbeitung), normierter Graustufenkorrelation (zur Mustererkennung) und verlustfreier JPEG-Kompression und Dekompression (zur BildArchivierung).
Eine beträchtliche Anzahl von Bildverarbeitungs-Anwendungen ist auf die dedizierte Rechenleistung angewiesen, die von Matrox NOA zur Verfügung gestellt wird. Entwickler von Systemen wie z.B. Kontrollstationen für unbestückte und bestückte Platinen sowie Wafer-Kontrolleinheiten müssen Millionen von Pixeln mit Hilfe einiger der oben erwähnten, prozessorintensiven Algorithmen verarbeiten. Beispiele für andere Anwendungsgebiete, in denen ein Neighborhood-Beschleuniger notwendig ist, sind medizinische Visualisierungssysteme, z.B. für digitales Röntgen und Angiographie. Für die Archivierung von medizintechnischen Aufnahmen stellt Matrox NOA ebenfalls die benötigte Performance für verlustfreie Kompression/Dekompression von Bildern bereit.
Der Matrox NOA-ASIC ist ein MAC-Array (Multiplier/Accumulator Array) und kann simultan 32 Produktsummen bei 50 MHz berechnen. Diese 32 parallelen, auf dem Chip montierten Verarbeitungseinheiten können über 6 Milliarden Operationen pro Sekunde (MOPS) ausführen.
Durch Aufstocken der 2 MOPS-Performance des TI 'C80 DSP-Prozessors liefert Matrox eine Gesamt-Performance von mehr als 8 MOPS pro Verarbeitungsknoten. Und da Matrox Genesis eine skalierbare Lösung ist, kann mit bis zu 13 Verarbeitungsknoten auf 7 Boards eine Performance von mehr als 100 MOPS erzielt werden.
Jeder Verarbeitungsknoten beinhaltet 64 MB SDRAM lokalen Speicher mit einer Taktfrequenz von 50 MHz und ist über einen Bus mit einem Datendurchsatz von 400 MB/Sekunde an einen TI 'C80 und Matrox NOA-Prozessor gekoppelt, wodurch jegliche Verarbeitungsengpässe vermieden werden. Ferner werden Pixeldaten zwischen dem Matrox Genesis-Mainboard und Prozessor-Board sowie dem Host über mehrere Hochgeschwindigkeitsdatenpfade, wie z.B. dem PCI-Bus, Matrox Grab Port und VM Channel, übertragen.
Im Zuge der gestiegenen CPU-Geschwindigkeiten des Host-Systems ist die Architektur des PCI-gestützten Visionssubsystems Matrox Genesis die ideale Lösung für anspruchsvolle Anwendungen, in denen hochauflösende Videobilder mit hoher Bildfolge in Echtzeit verarbeitet werden müssen. Wie die folgende Darstellung zeigt, ist zusätzliche Performance unverzichtbar, sobald die Größe des Kernels für Faltungsoperationen über die typische 3x3-Matrix hinausgeht. Diese zusätzliche Performance wird von einem hochspezialisierten Prozessor wie Matrox NOA bereitgestellt, der in die skalierbare, hochleistungsfähige Architektur des Matrox Genesis-Board eingebettet ist.
Comparative Performance of a Speed-up of a Convolution

Kernel Size Pentium II @ 300 MHz Matrox NOA @ 50 MHz
5 x 5 43.1 msec 4.1 msec
7 x 7 61.3 msec 5.6 msec
9 x 9 107.9 msec 8.3 msec
Zur Nutzung der Performance dieses Standard-ASIC sowie der Funktionalität des Matrox Genesis-Mainboards und Prozessor-Boards wird entweder die boardspezifische 'C'-Bibliothek oder eine plattformunabhängige Matrox Imaging Library (MIL) verwendet. Beide sind so ausgelegt, daß sie die auf der Platine integrierten Beschleuniger automatisch nutzen und dem Programmierer Hunderte von hochentwickelten Bilddarstellungsfunktionen bieten. Somit braucht der Programmierer so gut wie keine Algorithmen oder Funktionen mehr von Grund auf zu entwickeln.
Matrox Electronic Systems Ltd., mit Hauptsitz in Dorval/Quebec, Kanada, wurde 1976 gründet. Die Imaging Products Group, einer der vier Produktbereiche von Matrox, ist für die Entwicklung, Herstellung, Marketing und Vertrieb von high-performance, PC-basierender Bildverarbeitungshard- und software zuständig. Die Produkte wenden sich an OEMs, Systemintegratoren und professionelle Endanwender im Bereich der industriellen, medizinischen und wissenschaftlichen Bildverarbeitung. Das Produktangebot reicht von einfachen Standard PCI-Frame-Grabbern bis zu Echtzeit-PCI-Image-Prozessoren und Software-Entwicklungs-Tools.
Die Distribution und der Support in Deutschland erfolgt über die Matrox Niederlassung in München und über unseren Distributor Rauscher GmbH, der bereits über 20 Jahre die Matrox Hard- und Software in Deutschland vertreibt.
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