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Die Ziffern einer Uhr
Prüfsystem für gedruckte Zeichen unterstützt Uhrenhersteller aus der Schweiz
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Visiosoft hat ein System für den Prüfprozess entwickelt, das als Aesthetic Character Printing Control (ACPC) bezeichnet wird. Der Unterschied zur optischen Zeichenerkennung (OCR) besteht darin, dass ACPC nach
Druckfehlern sucht, beispielsweise nach Punkten innerhalb oder außerhalb des Zeichens. ACPC berücksichtigt Parameter wie "die Qualität der Kanten, die Breite der Zeichen und sogar die relative Position der verschiedenen Zeichen,"
sagt Alain Favre, Business Unit Manager von Visiosoft. Heutige OCR- und OCV-Systeme lesen das Schriftzeichen, was bei der ästhetischen Kontrolle nicht der Fall ist.
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Das System von Visiosoft besteht aus einer Sony XC-55 Kamera, angepasst an eine Computar TEC-m55 Linse, einem PC mit Pentium-III-Geschwindigkeit und einem Matrox Meteor-II /Multi-Channel Framegrabber. Das System
verwendet eine auf handelsüblichen Komponenten basierende Beleuchtungslösung. Die Analyse wird durch den Geometric Model Finder (GMF) und das Teilchenanalysemodul der Matrox Imaging Library (MIL) durchgeführt.
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Bei der Inspektionslösung für Uhren wird das Objekt zuerst in kleinere, handhabbare Bereiche aufgeteilt. Der Inspektor positioniert das Zifferblatt auf einer speziellen mechanischen Vorrichtung. Die Position des
Zifferblattes ist nicht genau reproduzierbar, deshalb werden vor der Bildanalyse zuerst die Kanten bestimmt (siehe Abb. 1), um danach die Zeichen auf dem sichtbaren Teil des Zifferblattes zu lokalisieren. "Mit dem GMF von Matrox erzielt
man bei diesem Vorgang gute Ergebnisse," sagt Favre. Danach wird das Bild verarbeitet und analysiert und das Zifferblatt automatisch bis zur nächsten Zahl gedreht, bis alle Zahlen auf dem Zifferblatt geprüft worden sind. Die Bilder werden
mit Testbildern verglichen; besteht das Zifferblatt die Prüfung nicht, stößt es der Operator aus. Da die Stunden auf dem Uhrenzifferblatt eine vorgegebene Reihenfolge haben, sind auch die Modelle für die einzelnen Nummernzeichen (1, 2, 3 ...)
in dieser Reihenfolge verwendbar. Das spart wiederum Zeit. Aufgrund der ausgeklügelten Natur der Schriftzeichen ist das Modell für "12" ein separates Model und nicht etwa eine Kombination der Modelle für "1" und "2". Deshalb müssen die verfügbaren
Parameter des GMF sorgfältig eingestellt werden. Eine weitere Schwierigkeit stellt der Druckprozess dar. Durch inkonsistente Druckflüssigkeit können "fette" Zeichen entstehen, d.h. eine fettere oder dünnere 12 könnte für eine 1 und eine 2 gehalten
werden.
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