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Ob 112 oder 911 — es geht darum, die Situation zu kontrollieren. Im Kontrollraum und vor Ort.

In der Notrufzentrale SOS Cantabria 112 der nordspanischen Region Kantabrien werden Matrox Extio Remote-Graphics-Units eingesetzt, um die Computer und die mit den Geräten verbundene Geräusch- und Wärmeentwicklung aus der betriebsamen Kontrollraumumgebung auszulagern.


Informationen zur Notrufzentrale

Kantabriens neue Notrufzentrale SOS Cantabria 112, die am 3. M√§rz 2009 ihren Betrieb aufgenommen hat, geh√∂rt zu einem umfassenden Regierungsprojekt zur Verbesserung der Rettungsdienste f√ľr die B√ľrger der autonomen nordspanischen Region. Ebenso wie bei die nordamerikanischen 911-Notrufzentralen nimmt die Notrufzentrale in Kantabrien an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr alle Arten von Notrufen entgegen und koordiniert diese sowohl mit √∂ffentlichen als auch privaten Unternehmen, die dann entsprechend reagieren. Die Eins√§tze umfassen: Feuer, √§rztlichen Notdienst, zivile Verteidigung, Polizeieins√§tze (regional und national), √∂ffentliche Arbeiten und vieles mehr.

Zus√§tzlich zum Einsatz neuer Technik umfassen die Ma√ünahmen im Rahmen der neuen Zentrale eine Aufstockung des Personals von 13 auf 30 Mitarbeiter und einen Krisenmanagementbereich, der schnelle Entscheidungsprozesse unterst√ľtzt, indem er den lokalen Beh√∂rden in Echtzeit Zugriff auf alle aktuellen Informationen bietet, die im auch Kontrollraum zur Verf√ľgung stehen.

Die Herausforderung

In der Kontrollraumumgebung stellen L√§rm und √ľberm√§√üige W√§rme ein gro√ües Problem dar, das beseitigt werden muss, um eine angenehme und produktive Arbeitsumgebung f√ľr die Mitarbeiter sicherzustellen. Die meisten Notrufzentralen in Spanien sind etwa 10 Jahre alt. Viele davon wurden im Laufe ihrer Betriebszeit bereits zwei- oder dreimal modernisiert. Die Beh√∂rden von Kantabrien waren jedoch auf der Suche nach neuen Wegen, um nicht einfach nur technische Verbesserungen durchzuf√ľhren, sondern auch den betriebsbedingten Anforderungen gerecht zu werden.

Im Fall der kantabrischen Notrufzentrale war Algorithms, Designs and Processes (APD) auf der Suche nach neuer Technik, mit deren Hilfe der Lärm im Kontrollraum eliminiert und die tägliche Arbeitsumgebung der Mitarbeiter der Notrufzentrale angenehmer gestaltet werden könnte.

In anderen Notrufzentralen wurde das Problem mit neuen, angepassten Geb√§uden gel√∂st, um den Bed√ľrfnissen der Mitarbeiter im Kontrollraum gerecht werden zu k√∂nnen, oder es wurden herk√∂mmliche Erweiterungsl√∂sungen verwendet, um die PC-Ausstattung aus der Kontrollraumumgebung zu entfernen. So wurde beispielsweise in der Notrufzentrale von Madrid ein 2,5 Meter hoher Zwischenboden direkt unterhalb des Notrufkontrollraums eingezogen, um darunter alle Workstations unterzubringen. In anderen Zentralen in Spanien wurde die Computerausstattung in zum Kontrollraum benachbarten R√§umen untergebracht und Standardtechnik wie analoge Videokabel verwendet, um die Leitung zur √úbertragung der Videosignale von den PCs zu den Monitoren der Mitarbeiter zu verl√§ngern. Dieses Verfahren erfordert jedoch h√§ufig das Zwischenschalten von Signalverst√§rkern, die sich negativ auf die Videoqualit√§t auswirken k√∂nnen, wie z.¬†B. die mit der √úbertragung von grafischen Signalen √ľber eine betr√§chtliche L√§nge von Standardkabeln verbundenen Signalverz√∂gerungen.

Nach Betrachtung aller M√∂glichkeiten zur Entfernung der lauten PCs aus dem Kontrollraum entschieden die Verantwortlichen, eine Erweiterung zu verwenden, die die Vorz√ľge beider L√∂sungen kombiniert: Keine zus√§tzlichen Kosten durch eine spezielle Geb√§udearchitektur und keine Minderung der Bildqualit√§t durch Signald√§mpfung.

‚ÄěDie Erweiterungsl√∂sung mit Matrox Extio Glasfasertechnik war die beste Wahl f√ľr die kantabrische Notrufzentrale‚Äú, so Juan Hern√°ndez √Ālvarez, Regionalmanager f√ľr Andalusien und Algorithms, Designs and Processes (APD). ‚ÄěGenau so eine L√∂sung haben wir gesucht. Sie bietet die M√∂glichkeit, die PC-Ausstattung entfernt von der Bedienerkonsole aufzustellen und so den Betrieb ohne st√∂rende Ger√§usche und W√§rmeentwicklung am Arbeitsplatz zu gew√§hrleisten.‚Äú

Die Lösung

Auf der Suche nach einer L√∂sung f√ľr das Ger√§uschproblem nahm APD Kontakt mit Mitrol, einem Matrox-Vertriebsunternehmen und Mitglied der Grupo Empresarial SITRE auf, die Matrox Extio empfahlen. Durch l√ľfterlosen Betrieb bietet die Matrox Extio Remote-Graphics-Unit eine ger√§uscharme und sichere Umgebung durch Trennung des Hostcomputers von den Monitoren und weiteren Peripherieger√§ten, einschlie√ülich Tastatur, Maus und Audioger√§ten, √ľber ein bis zu 250¬†m langes Glasfaserkabel. An jedem Extio k√∂nnen bis zu zwei bzw. vier Monitore bei Aufl√∂sungen von bis zu 1920 x 1200 pro Display betrieben werden.

Insgesamt wurden von APD 14 Workstations in der kantabrischen Notrufzentrale installiert, die alle die Extio Remote-Grafikerweiterung nutzen. Zw√∂lf der Systeme waren f√ľr den Kontrollraum vorgesehen, mit zus√§tzlichen Systemen f√ľr Management und √úberwachung im B√ľro des Leiters. Die Einrichtung besteht sowohl aus Extio F1220- und F1400-Units, jede mit PCI Express Glasfaser-Karte. Dort wurden auch spezielle Kabel von Matrox in die PCs eingebaut, um die Glasfaser-Schnittstellenkarte mit der Hauptplatine f√ľr die Remote-Steuerung der Ein-/Aus- und Reset-Funktionen der PCs durch die Extio-Units zu verbinden. Diese Funktion war f√ľr die Zentrale unerl√§sslich.

APD w√§hlte PCs vom Modell ALDA Premiere X38 in einem dem Industriestandard entsprechenden 19-Zoll-Rack-Format ‚Äď ein System mit redundanter Bel√ľftung, Stromversorgung und zwei redundanten Festplatten (RAID¬†1). Diese PCs verf√ľgen au√üerdem √ľber Back-Up-Grafikkarten, die an einen KVM-Schalter angeschlossen sind, der sich mit den Computern in einem Rack-Schrank befindet. Diese redundanten Karten wurden hinzugef√ľgt, um sicherzustellen, dass das System im Falle eines Fehlers der Extio-Units oder in der Kommunikation zwischen einem Glasfaserkabel und einer Extio-Unit hochf√§hrt und f√ľr die lokalen Beh√∂rden zur Verf√ľgung steht.

Das Ergebnis

Die rund um die Uhr laufenden PC-Workstations befinden sich im Serverraum (bei konstanten 19¬†¬įC) und sind √ľber Multi-Mode-Glasfaserkabel mit den Extio Remote-Graphics-Units verbunden, die zwei Monitore auf jeder Bedienerkonsole ansteuern. Der Kontrollraum ist nun frei von st√∂renden Ger√§uschen, wie sie durch Computer verursacht werden. In dem Raum befindet sich keine weitere Hardware, durch die zus√§tzliche W√§rme erzeugt werden k√∂nnte. Der Kontrollraum ist ordentlich und wirkt optisch ansprechend, da die gesamte Ausstattung und die damit verbundene Verkabelung keinen Platz wegnimmt.

‚ÄěDie Installation von Extio war ein Kinderspiel, und die Bediener sind sehr froh dar√ľber, dass sie keine Computer mehr unter ihren Schreibtischen stehen haben, die st√∂rende Ger√§usche und W√§rme verursachen‚Äú, so Juan Hern√°ndez √Ālvarez. ‚ÄěBesucher der Notrufzentrale fragen h√§ufig, wie die Monitore, Tastaturen und M√§use angeschlossen sind, weil sich in dem Raum nur so wenige Ger√§te befinden.‚Äú

Weitere Medien

Weitere Informationen

Die Matrox Extio-Serie ist ideal f√ľr Umgebungen, die Datensicherheit, geringe W√§rmeemissionen, Ger√§uschlosigkeit und einen gr√∂√üeren Arbeitsbereich erfordern. Weitere Informationen erhalten Sie bei Matrox: www.matrox.com/graphics.

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